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Rob Gnant: Unterschied zwischen den Versionen

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==Biografie==
 
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'''Rob Gnant''' wurde am 8.8.[[:Kategorie:1932|1932]] in [[:Kategorie:Zürich (Stadt)|Zürich]] geboren und ist in [[:Kategorie:Luzern (Stadt)|Luzern]] aufgewachsen. Er ist Bürger der Stadt Luzern. 1947-50 machte er eine Fotografenlehre bei [[Hans Eichenberger]] in Luzern mit dem Ziel Filmkameramann zu werden. 1950-51 sammelte er erste Praxiserfahrungen als Fotograf bei [[Jean Schneider]] und [[Paul Weber]] in Luzern. 1951 war er Stage als Kameramann bei Kern Film AG in [[:Kategorie:Basel (Stadt)|Basel]]. 1952 besuchte er die Rekrutenschule als Artillerie-Fotograf in [[:Kategorie:Frauenfeld|Frauenfeld]] . 1952 machte er erste Reportagereise nach [[:Kategorie:Belgien|Belgien]] , ins Kohlengrubengebiet [[:Kategorie:Borinage|Borinage]] , wo er auch als Handlanger unter Tage arbeitete. Arnold Kübler stellte ihn mit ersten Arbeiten in einer DU-Nummer über fünf europäische Fotografen vor. 1953 heitatete er Ruth Niederberger.  
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'''Rob Gnant''' wurde am 8.8.[[:Kategorie:1932|1932]] in [[:Kategorie:Zürich (Stadt)|Zürich]] geboren und ist in [[:Kategorie:Luzern (Stadt)|Luzern]] aufgewachsen. gestorben am 4.8.[[:Kategorie:2019|2019]]. Er ist Bürger der Stadt Luzern. 1947-50 machte er eine Fotografenlehre bei [[Hans Eichenberger]] in Luzern mit dem Ziel Filmkameramann zu werden. 1950-51 sammelte er erste Praxiserfahrungen als Fotograf bei [[Jean Schneider]] und [[Paul Weber]] in Luzern. 1951 war er Stage als Kameramann bei Kern Film AG in [[:Kategorie:Basel (Stadt)|Basel]]. 1952 besuchte er die Rekrutenschule als Artillerie-Fotograf in [[:Kategorie:Frauenfeld|Frauenfeld]] . 1952 machte er erste Reportagereise nach [[:Kategorie:Belgien|Belgien]] , ins Kohlengrubengebiet [[:Kategorie:Borinage|Borinage]] , wo er auch als Handlanger unter Tage arbeitete. Arnold Kübler stellte ihn mit ersten Arbeiten in einer DU-Nummer über fünf europäische Fotografen vor. 1953 heitatete er Ruth Niederberger.  
 
Danach war er in einem Arbeitslager des Service Civil International in [[:Kategorie:Lappland|Lappland]] .
 
Danach war er in einem Arbeitslager des Service Civil International in [[:Kategorie:Lappland|Lappland]] .
 
1953-73 arbeitete er frei für die Illustrierte "DIE WOCHE". 1956-65 arbeitete er eng zusammen mit Gotthard Schuh, Redaktor "NZZ am Wochenende". 1970 produzierte er "Maria und Josef", eine Weihnachtsgeschichte für den "Corriere della Domenica". 1972 machte er eine Tonbildschau über die ETH Zürich und Lausanne für die Schweizer Industriemesse in Peking. 1975 gründete er die "Radgenossenschaft der Landstrasse". Er engagierte sich für die Sache der Jenischen während drei Jahren. 1975-76 mache er Bilder darüber ür den Bildband "Made in Switzerland". 1976-77 hielt er sich im Wohnwagen auf dem Jenischen-Platz in [[:Kategorie:Bern (Stadt)|Bern ]] auf. 1977 machte er eine Multivision auf drei Leinwänden für die Radio-Schweiz AG (heute Skyguide) für das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1977-93 war er Hausfotograf der Radio-Schweiz AG (heute Skyguide).
 
1953-73 arbeitete er frei für die Illustrierte "DIE WOCHE". 1956-65 arbeitete er eng zusammen mit Gotthard Schuh, Redaktor "NZZ am Wochenende". 1970 produzierte er "Maria und Josef", eine Weihnachtsgeschichte für den "Corriere della Domenica". 1972 machte er eine Tonbildschau über die ETH Zürich und Lausanne für die Schweizer Industriemesse in Peking. 1975 gründete er die "Radgenossenschaft der Landstrasse". Er engagierte sich für die Sache der Jenischen während drei Jahren. 1975-76 mache er Bilder darüber ür den Bildband "Made in Switzerland". 1976-77 hielt er sich im Wohnwagen auf dem Jenischen-Platz in [[:Kategorie:Bern (Stadt)|Bern ]] auf. 1977 machte er eine Multivision auf drei Leinwänden für die Radio-Schweiz AG (heute Skyguide) für das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1977-93 war er Hausfotograf der Radio-Schweiz AG (heute Skyguide).
 
1977 machte er "Herberge zur Heimat". Das war die erste Reportage für das Tages-Anzeiger-Magazin (TAM) im Auftrag von Laure Wyss. Anschliessend machte er weitere Arbeiten für das TAM. 1985-88 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule in Zürich und Leiter von Spezialkursen (u.a. "Inszenierte Menschendarstellung" und "Reportage-Fotografie").  
 
1977 machte er "Herberge zur Heimat". Das war die erste Reportage für das Tages-Anzeiger-Magazin (TAM) im Auftrag von Laure Wyss. Anschliessend machte er weitere Arbeiten für das TAM. 1985-88 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule in Zürich und Leiter von Spezialkursen (u.a. "Inszenierte Menschendarstellung" und "Reportage-Fotografie").  
 
1986 machte er Recherchen in [[:Kategorie:Nicaragua|Nicaragua]]  und [[:Kategorie:Guatemala|Guatemala]]  zu einer Filmstudie "Die indigene Bevölkerung Mittelamerikas", Regie [[Mathias Knauer]] (das Projekt wurde nicht realisiert). 1986 tätigte er Arbeiten für die Telecom (heute Swisscom), u.a. eine Serie mit inszenierter Menschendarstellung, erschienen im Weltformat. 1989 "Time and Space" (Auftraggeber Radio-Schweiz AG, heute Skyguide). Gedreht wurde dies mit drei 35 mm Filmkameras auf einer Plattform. Umgespielt wurde das auf Bildplatte und projiziert mittels dreier Videoprojektoren im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1990 machte er eine Fotoarbeit für Tivolino (Spielsalons), damit auch interessante Farbversuche. 1991-98 verlagerte er seine fotografische Tätigkeit etwas auf die Gewerkschaft Bau und Industrie. 1991 machte er Recherche-Fotos zu einem geplanten Film über das Obergoms von Alexander J. Seiler. Es entstanden ca. 2'000 Aufnahmen. 1992-2000 machte er Fotoarbeiten (u.a. Geschäftsberichte) für die Saurer Gruppe, Mövenpick Unternehmungen und Phonak ("Wasser in der Schweiz"). 1997 gestaltete er die Portraitserie für die Telekom (heute Swisscom). Daraus entstand eine Plakatserie (B 12). 2000 Fotoarbeiten für das Schweizerische Public Relations Institut (SPRI) waren es. 2001 machte er Fotoarbeiten für die Maag AG, [[:Kategorie:Dielsdorf|Dielsdorf ]]  (Aufnahmen von Blumen und Gemüse). Seit 2002 hat er Permanente Ausstellung im Schweizerischen Public Relations Institut (SPRI) in Zürich mit 64 Bilder im Format 30 x 40 cm.
 
1986 machte er Recherchen in [[:Kategorie:Nicaragua|Nicaragua]]  und [[:Kategorie:Guatemala|Guatemala]]  zu einer Filmstudie "Die indigene Bevölkerung Mittelamerikas", Regie [[Mathias Knauer]] (das Projekt wurde nicht realisiert). 1986 tätigte er Arbeiten für die Telecom (heute Swisscom), u.a. eine Serie mit inszenierter Menschendarstellung, erschienen im Weltformat. 1989 "Time and Space" (Auftraggeber Radio-Schweiz AG, heute Skyguide). Gedreht wurde dies mit drei 35 mm Filmkameras auf einer Plattform. Umgespielt wurde das auf Bildplatte und projiziert mittels dreier Videoprojektoren im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1990 machte er eine Fotoarbeit für Tivolino (Spielsalons), damit auch interessante Farbversuche. 1991-98 verlagerte er seine fotografische Tätigkeit etwas auf die Gewerkschaft Bau und Industrie. 1991 machte er Recherche-Fotos zu einem geplanten Film über das Obergoms von Alexander J. Seiler. Es entstanden ca. 2'000 Aufnahmen. 1992-2000 machte er Fotoarbeiten (u.a. Geschäftsberichte) für die Saurer Gruppe, Mövenpick Unternehmungen und Phonak ("Wasser in der Schweiz"). 1997 gestaltete er die Portraitserie für die Telekom (heute Swisscom). Daraus entstand eine Plakatserie (B 12). 2000 Fotoarbeiten für das Schweizerische Public Relations Institut (SPRI) waren es. 2001 machte er Fotoarbeiten für die Maag AG, [[:Kategorie:Dielsdorf|Dielsdorf ]]  (Aufnahmen von Blumen und Gemüse). Seit 2002 hat er Permanente Ausstellung im Schweizerischen Public Relations Institut (SPRI) in Zürich mit 64 Bilder im Format 30 x 40 cm.
Seit 2002 Elektronisches Erfassen der Bilder für das Projekt "Fotoarchiv Rob Gnant". Zurzeit sind 3'800 Bilder gespeichert und abrufbar. Bei Abschluss der Arbeit werden es über 5'000 Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Rob Gnant mit über 200'000 Negativen sein.  
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Seit 2002 Elektronisches Erfassen der Bilder für das Projekt "Fotoarchiv Rob Gnant". Zurzeit sind 3'800 Bilder gespeichert und abrufbar. Bei Abschluss der Arbeit werden es über 5'000 Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Rob Gnant mit über 200'000 Negativen sein.
 
 
  
 
==Arbeitsbereiche==
 
==Arbeitsbereiche==

Version vom 15. August 2019, 12:47 Uhr

Rob Gnant 1950

Biografie

Rob Gnant wurde am 8.8.1932 in Zürich geboren und ist in Luzern aufgewachsen. gestorben am 4.8.2019. Er ist Bürger der Stadt Luzern. 1947-50 machte er eine Fotografenlehre bei Hans Eichenberger in Luzern mit dem Ziel Filmkameramann zu werden. 1950-51 sammelte er erste Praxiserfahrungen als Fotograf bei Jean Schneider und Paul Weber in Luzern. 1951 war er Stage als Kameramann bei Kern Film AG in Basel. 1952 besuchte er die Rekrutenschule als Artillerie-Fotograf in Frauenfeld . 1952 machte er erste Reportagereise nach Belgien , ins Kohlengrubengebiet Borinage , wo er auch als Handlanger unter Tage arbeitete. Arnold Kübler stellte ihn mit ersten Arbeiten in einer DU-Nummer über fünf europäische Fotografen vor. 1953 heitatete er Ruth Niederberger. Danach war er in einem Arbeitslager des Service Civil International in Lappland . 1953-73 arbeitete er frei für die Illustrierte "DIE WOCHE". 1956-65 arbeitete er eng zusammen mit Gotthard Schuh, Redaktor "NZZ am Wochenende". 1970 produzierte er "Maria und Josef", eine Weihnachtsgeschichte für den "Corriere della Domenica". 1972 machte er eine Tonbildschau über die ETH Zürich und Lausanne für die Schweizer Industriemesse in Peking. 1975 gründete er die "Radgenossenschaft der Landstrasse". Er engagierte sich für die Sache der Jenischen während drei Jahren. 1975-76 mache er Bilder darüber ür den Bildband "Made in Switzerland". 1976-77 hielt er sich im Wohnwagen auf dem Jenischen-Platz in Bern auf. 1977 machte er eine Multivision auf drei Leinwänden für die Radio-Schweiz AG (heute Skyguide) für das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1977-93 war er Hausfotograf der Radio-Schweiz AG (heute Skyguide). 1977 machte er "Herberge zur Heimat". Das war die erste Reportage für das Tages-Anzeiger-Magazin (TAM) im Auftrag von Laure Wyss. Anschliessend machte er weitere Arbeiten für das TAM. 1985-88 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule in Zürich und Leiter von Spezialkursen (u.a. "Inszenierte Menschendarstellung" und "Reportage-Fotografie"). 1986 machte er Recherchen in Nicaragua und Guatemala zu einer Filmstudie "Die indigene Bevölkerung Mittelamerikas", Regie Mathias Knauer (das Projekt wurde nicht realisiert). 1986 tätigte er Arbeiten für die Telecom (heute Swisscom), u.a. eine Serie mit inszenierter Menschendarstellung, erschienen im Weltformat. 1989 "Time and Space" (Auftraggeber Radio-Schweiz AG, heute Skyguide). Gedreht wurde dies mit drei 35 mm Filmkameras auf einer Plattform. Umgespielt wurde das auf Bildplatte und projiziert mittels dreier Videoprojektoren im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1990 machte er eine Fotoarbeit für Tivolino (Spielsalons), damit auch interessante Farbversuche. 1991-98 verlagerte er seine fotografische Tätigkeit etwas auf die Gewerkschaft Bau und Industrie. 1991 machte er Recherche-Fotos zu einem geplanten Film über das Obergoms von Alexander J. Seiler. Es entstanden ca. 2'000 Aufnahmen. 1992-2000 machte er Fotoarbeiten (u.a. Geschäftsberichte) für die Saurer Gruppe, Mövenpick Unternehmungen und Phonak ("Wasser in der Schweiz"). 1997 gestaltete er die Portraitserie für die Telekom (heute Swisscom). Daraus entstand eine Plakatserie (B 12). 2000 Fotoarbeiten für das Schweizerische Public Relations Institut (SPRI) waren es. 2001 machte er Fotoarbeiten für die Maag AG, Dielsdorf (Aufnahmen von Blumen und Gemüse). Seit 2002 hat er Permanente Ausstellung im Schweizerischen Public Relations Institut (SPRI) in Zürich mit 64 Bilder im Format 30 x 40 cm. Seit 2002 Elektronisches Erfassen der Bilder für das Projekt "Fotoarchiv Rob Gnant". Zurzeit sind 3'800 Bilder gespeichert und abrufbar. Bei Abschluss der Arbeit werden es über 5'000 Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Rob Gnant mit über 200'000 Negativen sein.

Arbeitsbereiche

Landschaftsfotografie, Reportagefotografie, Architekturfotografie, Porträtfotografie


Ausstellungen

  • Fokus 50er Jahre. Fotostiftung Schweiz, Winterthur, 2003-2004, Einzelausstellung
  • Weltausstellung der Photographie, Kunsthaus, Luzern, 1952, Gruppenausstellung
  • 4 Photoreporter, Galerie 33, Bern, 1957, Gruppenausstellung
  • Photographie in der Schweiz 1840 bis heute, Schweizerische Stiftung für Photographie Zürich 1974 Einzelausstellung
  • Seitenblicke. Die Schweiz 1848 bis 1998, Forum der Schweizer Geschichte, Schwyz, 1998, Gruppenausstellung
  • Il lungo addio - Der lange Abschied Instituto Svizzero, Rom, 2003, Gruppenausstellung


Publikationen

  • Die Zeit im Auge, 2006, Stämpfli, Bern, Buch
  • Fokus 50er Jahre, 2004, Limmat Verlag, Zürich, Sammelband
  • Made in Switzerland, 1977, Vetter Verlag, Zürich, Buch
  • J'aime le cirque, 1970, Rencontre, Lausanne, Buch
  • Licht und Film, 1970, Time-Life, Amsterdam, Sammelband
  • Photographie in der Schweiz 1840 bis heute, 1974, Niggli Verlag, Teufen, Sammelband
  • Seitenblicke. Die Schweiz 1848 bis 1998, 1998, Offizin Verlag, Zürich, Sammelband
  • Il lungo addio - Der lange Abschied, 2003, Limmat, zürich, Sammelband
  • Max Weiss, 1968, Kunstkreis, Luzern, Buch


Auszeichnungen

Quellen

Rob Gnant, 2010

Kontakt

Link zur Fotostiftung Winterthur


Galerie