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Rob Gnant: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 24. Juni 2010, 09:37 Uhr


Biografie

Rob Gnant wurde am 8.8.1932 in Zürich geboren und ist in Luzern aufgewachsen. Er ist Bürger der Stadt Luzern. 1947-50 machte er eine Fotografenlehre bei Hans Eichenberger in Luzern mit dem Ziel Filmkameramann zu werden. 1950-51 sammelte er erste Praxiserfahrungen als Fotograf bei Jean Schneider in Luzern und Paul Weber ebenfalls in Luzern. 1951 war er Stage als Kameramann bei Kern Film AG in Basel. 1952 besuchte er die Rekrutenschule als Artillerie-Fotograf in Frauenfeld. 1952 machte er erste Reportagereise nach Belgien, ins Kohlengrubengebiet Borinage, wo er auch als Handlanger unter Tage arbeitete. Arnold Kübler stellte ihn mit ersten Arbeiten in einer DU-Nummer über fünf europäische Fotografen vor. 1953 heitatete er Ruth Niederberger, worauf eine Hochzeitsreise per Autostopp nach Schweden und Norwegen folgte. Danach war er in einem Arbeitslager des Service Civil International in Lappland. 1953-73 arbeitete er frei für die Illustrierte "DIE WOCHE". 1956-65 arbeitete er eng zusammen mit Gotthard Schuh, Redaktor "NZZ am Wochenende". 1970 produzierte er "Maria und Josef", eine Weihnachtsgeschichte für den "Corriere della Domenica". 1972 machte er eine Tonbildschau über die ETH Zürich und Lausanne für die Schweizer Industriemesse in Peking. 1975 gründete er die "Radgenossenschaft der Landstrasse". Er engagierte sich für die Sache der Jenischen während drei Jahren. 1975-76 mache er Fotoarbeiten für den Bildband "Made in Switzerland". 1976-77 hielt er sich im Wohnwagen auf dem Jenischen-Platz in Bern auf. 1977 machte er eine Multivision auf drei Leinwänden für die Radio-Schweiz AG (heute Skyguide) für das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. 1977-93 war er Hausfotograf der Radio-Schweiz AG (heute Skyguide). 1977 machte er "Herberge zur Heimat". Das war die erste Reportage für das Tages-Anzeiger-Magazin (TAM) im Auftrag von Laure Wyss. Anschliessend machte er weitere Arbeiten für das TAM. 1985-88 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule in Zürich und Leiter von Spezialkursen (u.a. "Inszenierte Menschendarstellung" und "Reportage-Fotografie"). 1986 machte er Recherchen in Nicaragua und Guatemala zu einer Filmstudie "Die indigene Bevölkerung Mittelamerikas", Regie Mathias Knauer (das Projekt wurde nicht realisiert). 1986 tätigte er Arbeiten für die Telecom (heute Swisscom), u.a. eine Serie mit inszenierter Menschendarstellung, erschienen im Weltformat. 1989 "Time and Space" (Auftraggeber Radio-Schweiz AG, heute Skyguide). Gedreht wurde dies mit drei 35 mm Filmkameras auf einer Plattform. Umgespielt wurde das auf Bildplatte und projiziert mittels dreier Videoprojektoren im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Täglich gibt es 7 Aufführungen und über eine Million Besucher kommen. 1990 machte er eine Fotoarbeit für Tivolino (Spielsalons), damit auch interessante Farbversuche. 1991-98 verlagerte er seine fotografische Tätigkeit etwas auf die Gewerkschaft Bau und Industrie. 1991 machte er Recherche-Fotos zu einem geplanten Film über das Obergoms von Alexander J. Seiler. Vorgesehen war auch eine "DU"-Ausgabe (Chefredaktor Dieter Bachmann). Das Projekt wurde abgebrochen. Es entstanden ca. 2'000 Aufnahmen. 1992-2000 machte er Fotoarbeiten (u.a. Geschäftsberichte) für die Saurer Gruppe, Mövenpick Unternehmungen und Phonak ("Wasser in der Schweiz"). 1997 gestaltete er die Portraitserie für die Telekom (heute Swisscom). Daraus entstand eine Plakatserie (B 12). 2000 Fotoarbeiten für das Schweizerische Public Relations Institut (SPRI) waren es. 2001 machte er Fotoarbeiten für die Maag AG, Dielsdorf (Aufnahmen von Blumen und Gemüse). Seit 2002 hat er Permanente Ausstellung im Schweizerischen Public Relations Institut (SPRI) in Zürich mit 64 Bilder im Format 30 x 40 cm. Seit 2002 Elektronisches Erfassen der Bilder für das Projekt "Fotoarchiv Rob Gnant". Zurzeit sind 3'800 Bilder gespeichert und abrufbar. Bei Abschluss der Arbeit werden es über 5'000 Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Rob Gnant mit über 200'000 Negativen sein. 2004 erschien das Buch "Fokus 50er Jahre. Yvan Dalain, Rob Gnant und DIE WOCHE" wird als eines der schönsten Schweizer Bücher 2003 ausgezeichnet.

Arbeitsbereiche

Landschaftsfotografie, Reportagefotografie, Architekturfotografie, Porträtfotografie

Ausstellungen

  • Fokus 50er Jahre. Fotostiftung Schweiz, Winterthur, 2003-2004, Einzelausstellung
  • Weltausstellung der Photographie, Kunsthaus, Luzern, 1952, Gruppenausstellung
  • 4 Photoreporter, Galerie 33, Bern, 1957, Gruppenausstellung
  • Photographie in der Schweiz 1840 bis heute, Schweizerische Stiftung für Photographie Zürich 1974 Einzelausstellung
  • Seitenblicke. Die Schweiz 1848 bis 1998, Forum der Schweizer Geschichte, Schwyz, 1998, Gruppenausstellung
  • Il lungo addio - Der lange Abschied Instituto Svizzero, Rom, 2003, Gruppenausstellung

Publikationen

  • Die Zeit im Auge, 2006, Stämpfli, Bern, Buch
  • Fokus 50er Jahre, 2004, Limmat Verlag, Zürich, Sammelband
  • Made in Switzerland, 1977, Vetter Verlag, Zürich, Buch
  • J'aime le cirque, 1970, Rencontre, Lausanne, Buch
  • Licht und Film, 1970, Time-Life, Amsterdam, Sammelband
  • Photographie in der Schweiz 1840 bis heute, 1974, Niggli Verlag, Teufen, Sammelband
  • Seitenblicke. Die Schweiz 1848 bis 1998, 1998, Offizin Verlag, Zürich, Sammelband
  • Il lungo addio - Der lange Abschied, 2003, Limmat, zürich, Sammelband
  • Max Weiss, 1968, Kunstkreis, Luzern, Buch

Auszeichnungen

Quellen

Kontakt

Stiftung Fotodokumentation

Bahnhofstr. 18

6002 Luzern

info@fotodok.ch

Weblinks

Galerie